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Morbus Crohn

 
Ich setze das stärkste Zeichen allen möglichen Widerstands gegen das "System"
- die öffentliche Selbsverbrennung * -
allerdings möchte ich damit niemanden belästigen und tue das daher innerlich.

Das ist auf jeden Fall eine "Scheißkrankheit", dachte ich beim ersten Mal, als ich von ihr noch unbetroffen das erste mal etwas las, und ich dachte auch, dass ich die auf gar keinen Fall haben wollen würde, so wie auch nichts anderes, was einen dauerhaft dazu zwingt den Arsch zuzukneifen und den Arsch aus der Hose gänzlich zu verlieren, mit so richtig viel "Schiss" und jeder Menge zerreissende Schmerzen, als erlebte man grad die Stufe des classisch englisch strafrechtlichen "to be quatered". Und trotzdem spürte ich schon irgendwie, dass ich nochmal damit zu tun bekäme. Es ist eine Krankheit die nicht nur eine Menge Leidensfähigkeit sondern auch viel Mut verlangt.
Beim Morbus Crohn (morbus = Krankheit, Crohn = Cyrill B. Crohn, er veröffentlichte die erste wissenschaftliche Beschreibung dieses Krankheitsbildes) handelt es sich um eine chronische Entzündung. Sie kann den gesamten Verdauungstrakt - von seinem Ein- bis zum Ausgang - betreffen. Typische Beschwerden sind hier vor allem Durchfälle, Bauchschmerzen, Fieber, Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen (-> Eisenmangelanämie).
Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen für die Entstehung von Morbus Crohn immer noch unbekannt. Im Verdacht sind insbesondere Störungen der Immunabwehr, Bakterien, Vererbung und Umwelteinflüsse. Möglicherweise sind auch die neurologischen Funktionen des Verdauungsrakts für den Ausbruch der Erkrankung verantwortlich.
Psychische Ursachen werden nach dem Stand der wissenschaftlichen Diskussion ausgeschlossen, anerkannt ist aber, dass sich psychische Faktoren auf den Verlauf der Erkran- kung auswirken können. Es wird geschätzt, dass es allein in Deutschland ca. 300.000 Menschen mit Morbus Crohn oder der Verwandten Colitis ulcerosa gibt.

Es war kurz vor meinem 28. Geburtstag, ich hatte also viele Jahre Cluster hinter mir, und die Fragen nach dem warum und wofür für mich selbst damit beantwortet, dass es sich um eine Initiationskrise handeln könnte, wie sie für Schamanen, Druiden, aber auch für Philosophen durchaus üblich ist. Und ich war guter Dinge, das mit Anbruch eines neuen 7 Jahres Zyklus auch für mich wieder alles anders werden kann, und neues aus mir herauskommt. Zwei Tage vor meinem Geburtstag also - bekam ich Durchfall und Bauchschmerzen, und die blieben wurden immer schlimmer, über Wochen... nach drei Monaten hatte ich rund 20kg an Substanz verloren. Die Ärzteschaft schaute mal wieder ratlos, versuchte dies und das, schaute tief hinein, und fand aber doch nichts. Aber in meinem Kopf war längst klar, dass es wohl genau dieses Crohn´s Desease seien könnte, zu dem ich einstmals, als ich´s im "Gesundheitsmagazin" sah, als so unwünschenswert empfand, und ich zweifelte, ob ich´s nicht genau damit heraufbeschworen habe, mit einem flüchtig entgleisten Gedanken. Aber ich halte das Universum dann doch für komplexer und eine spätere Theorie für wahrscheinlicher.

Morbus Crohn ist quasi eine innere Neurodermitis, und von der weiß man, dass sie vor allem durch (Umwelt)-Stress heraufbeschworen wird. Der Körper bekämpft eine 'imaginäre' oder zumindest nicht für alle erkennbare Gefahr, und zerstört dabei fatalerweise sich selbst, da er ja nicht nur Kämpfer, sondern auch gleich das Schlachtfeld ist. Ich glaube aber: der Feind ist real. Bei Neurodermitis kann es sowohl vergiftete Umwelt als auch giftiger Umgang sein, bei der innerlichen Variante verhält es sich wohl entsprechend. Komischerweise sagte Clusterkopfschmerzspezialist Prof.Dr. Arne May mal bei einer Konsultation zu gerichtlichen Begutachtungszwecken im privaten Nebengespräch zu mir, dass es ihn wundere, dass die Kombination Chronischer Cluster und Morbus Crohn nicht viel häufiger gemeinsam kämen als es nach dem aktuellen Wissen belegt sei, da die Mechanismen und Abläufe sich wohl ähneln, wenn sie aufgrund des Erscheinungsortes doch zunächst sehr unterschiedlich scheinen.

 

In meinem Fall kann ich sagen, dass ich die ganze Zeit begleitend das Gefühl habe, dass ich "das alles nicht mehr verdauen kann" was aus der Zivilisation auf mich eindringt. Ist es da wunderlich wenn der Körper reagiert indem er nichts mehr verdaut? Speziell das Eisen, es ist ein Informationsträger sonder gleichen. Die Festplatte in unseren Computern ist ebenso daraus, wie die Kassetten, die ich noch von früher hab, und auf denen durch einfache Magnetisierung seit über 20 Jahren Informationen gespeichert sind. Was, wenn das Erleben eines Schweines direkt als Information im Eisen seines Blutes, somit im Fleisch und auf meinem Teller landet? Seit diesem Gedanken gibt es bei mir noch weniger Schwein, und Nahrung soweit möglich nur in höchster Bio-Qualität. Aber die Entzündung blieb, die ersten fünf Jahre ganz ohne jede Besserung, und dann ging es sogar noch bergab. Das Minimalgewicht, das ich mit meinen 193cm Körper noch auf die Waage brachte, betrug im Mai 2012 erschreckende 52,8kg, ... da ist nicht mehr viel Spielraum nach unten. Hier solltest Du bitte nur klicken wenn Du wirklich sehen willst wie ich da aussah (nackt!)

Was auf die Mangelernährung im gesamten Körper folgt, ist kaum aufzulisten. Es geht an die Nägel, die Haare, die Zähne und natürlich auch an die Organe, was man dann durch diese oder jene Symptome merkt. Besonders unangenehm und beeinträchtigend war zum Beispiel die Herz- und Niereninsuffizienz (also die Pumpe konnte nicht mehr pumpen und der Filter nicht mehr filtern) die ich vor allem in Form von immens dicken Füssen wahrnahm, was an möglichen Funktionellen Dingen da zu befürchten war (zum Beispiel sterben) wollte ich tunlichst aus meinen Gedanken heraushalten. Eines Morgens waren Sie da. Ich hatte ähnliches schonmal im Jahr zuvor erlebt, allerdings hatte sich die Flüssigkeit damals nur am rechten Bein und im Gesicht gesammelt, und es ging jeweils nach ein paar Tagen wieder weg. Diesmal waren zunächst beide Unterschenkel betroffen, worauf ich mich beschwerte "das ich ausseh wie von Frankenstein schlecht zusammengestellt, und die Füsse nun wirklich nicht zum Rest passten... schwupps, einen Tag später war es angeglichen, allerdings anders als ich es gewünscht hatte. Nicht das die Füsse wieder dünn und zum mageren Körper passend waren, nein, nun war das Gesicht und die Hände auch geschwollen und passte somit zu den Füssen. Na toll.

 
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Herz und Nieren pfiffen offensichtlich auf dem letzten Loch, das gestaute Wasser in den Beinen ragte schliesslich bis zur Mitte des Oberschenkels, ich konnte kaum noch laufen und musste ständig die Füsse nach oben Lagern, damit die Schwerkraft unterstützend wirken konnte ... An diesem Punkt haben mich meine lieben Freunde Mischa und René Vögtli in ihr Auto geladen und mich mit zu sich nach Hause nach Luzern genommen. Hier konnte ich vier Wochen mal recht gut zur Ruhe kommen, wurde von Mischa mit marktfrischen Leckereien (zum grossen Teil asiatisch auf "Sterne-niveau" mit viel Liebe bereitet) wieder aufgepeppelt. Nach den vier Wochen hatte ich nicht nur immerhin wieder 62kg auf den zuvor komplett abgenagten Rippen, die "Hausmittelchen", die Kräutermischungen aus der Schweizer Apotheke und drei fantastische Lymphdrainagen von Margie Pfoster brachten Herz und Nieren wieder in Gang, und die Gliedmassen waren fast ebenso plötzlich wieder "normal", wie sie angeschwollen waren. Ich möchte Euch Dreien hierfür immer wieder von Herzen danken. Könnte sein das ihr Lebensretter seid.

*   Öffentliche Selbstverbrennung ?

Wenn man keine Nahrung mehr "verbrennt", denn wir sind Kohlenstoffverbrennungsbetriebene Organismen, dann greift der Organismus auf "das was in ihm ist" zurück. Zunächst sind das die "Reserven" dann allerdings gehts ans "Eingefleischte". Die Muskeln, von Arm, Arsch und Bein, bis Herz und Atmung werden "atrophiert", d.h. aus dem Ärztelatein übersetzt: "irreparabel" (hahaha) abgebaut und verwertet. Zweitens ist der Vorgang, der diese Selbstverbrennung hervorruft eine "innere Entzündung" ... noch Fragen?

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